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Verdacht: Sparlampen strahlen stärker als angenommen
Berner Zeitung, 10.02.10, von Niklaus Bernhard

Kaum eingeführt, und schon umstritten: Neue Studien zeigen, dass die Sparlampen viel stärker strahlen als bis jetzt angenommen. Der Bund hat dazu nun auch eine Studie gemacht. Noch ist sie unter Verschluss.

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Studie die elektrische Strahlung, die von Sparlampen ausgeht, erneut untersucht. Die Resultate liegen bei den beiden Ämtern bereits auf dem Tisch, doch informiert wird erst in wenigen Wochen. Grund: Die Studie über die elektrischen Felder kommt wohl zu einem anderen Schluss als eine Studie aus dem Jahr 2004. Bereits damals liess das BFE gemeinsam mit dem BAG untersuchen, ob die elektromagnetischen Felder von Energiesparlampen für die menschliche Gesundheit gefährlich sind.

In dieser ersten Studie sind die Autoren zum Resultat gekommen, dass Energiesparlampen bezüglich elektromagnetischer Strahlung «kaum schlechter als Glühlampen» abschneiden. Energiesparlampen könnten ohne Bedenken als Mittel zur Reduktion des Energieverbrauchs empfohlen werden.

Diese Studie war bereits von Anfang an umstritten. Experten aus dem In- und Ausland kritisierten lautstark, dass nicht die richtige Messmethode angewendet worden sei, wodurch die Messwerte weit unter der tatsächlichen Belastung durch Elektrosmog von Sparlampen lägen. «Man wird den Verdacht nicht los, dass die erste Studie die tatsächlichen Immissionen von Sparlampen zu Gunsten der eingleisigen Energiespardenker und der Sparlampenproduzenten verheimlichen wollte», sagt Peter Schlegel, Strahlungsexperte und langjähriger Kämpfer gegen alle Arten von Strahlungsquellen. Um dieser und weiterer Kritik zu entgegnen, liessen BFE und BAG eine zweite Studie verfassen. «Der methodische Ansatz ist anders und aufwändiger als bei der 2004-er Studie», sagt BFE-Sprecherin Marianne Zünd. Derzeit wird beim BAG und BFE darüber gebrütet, wie die Resultate der Öffentlichkeit im März kommuniziert werden.

Schweiz in Vorreiterrolle


Sollte die Studie tatsächlich belegen, dass eine Sparlampe in Kopfnähe viel stärker strahlt als zum Beispiel ein Computerbildschirm bei geringer Distanz und beim Einsatz von Sparlampen gesundheitliche Risiken bestehen, kommt das BFE in Erklärungsnot. Denn die Schweiz ist in Europa vorangegangen und war das erste Land mit Effizienzvorschriften für Haushaltslampen. Damit hat das BFE das Vorgehen in der EU beschleunigt, die dann letztes Jahr das «Glühlampenverbot» beschlossen hat.

Ausserdem erfüllen die viel gelobten Energiesparlampen die Anforderungen in vielerlei Hinsicht (noch) nicht. Laut einem Test des deutschen Konsumentenmagazins «Öko-Test» schneiden die Energiesparlampen im Falle von gerichtetem Licht wie bei einer Esstisch-, Schreibtisch- oder Leseleuchte mit Lampenschirm relativ schlecht ab. Zudem nimmt die Helligkeit einer Energiesparlampe im Laufe der Zeit deutlich ab.

Sparlampenhersteller werben mit der extrem langen Lebensdauer. Dadurch käme eine Sparlampe kostengünstiger als die alte Glühbirne. Laut Ökotest erreichen aber von 16 getesteten Modellen nur 7 die angegebene Lebensdauer. Ein weiteres Problem: Viele Energiesparlampen enthalten Quecksilber – und dieses giftige Schwermetall macht sie zum Sondermüll.

Wenig Sparpotenzial


In der Schweiz werden für die Beleuchtung laut BFE rund 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs benötigt. Doch selbst wenn alle Glühlampen durch Sparlampen ersetzt würden, reduziert sich der Stromverbrauch in der Schweiz nur um ein bis maximal zwei Prozent. Die EU gibt ein Sparpotenzial von vier Prozent an.

In Neuseeland hat die neue Regierung im vergangenen Jahr das Glühlampenverbot wieder über Bord geworfen. Gibt es auch in der Schweiz solche Bestrebungen? «Nein, das gibt es nicht», sagt Zünd vom BFE. Da die Schweiz praktisch alle Leuchtmittel importiere, würde ein solcher Schritt keinen Sinn machen.

» Zur Quelle: Berner Zeitung
» Bürgerwelle Schweiz zum Thema Sparlampen

Neuseeland hebt das Glühlampenverbot wieder auf
The Southgate Amateur Radio Club, News Dezember 2008

Die normale, billige und umweltfreundliche Glühlampe war in Neuseeland verboten worden, aber am Mittwoch, 17.12.2008 teilte die neuseeländische Regierung das Ende des Verbotes mit. Weltweit sind Bedenken geäussert worden wegen der hohen Energiekosten, die bei der Herstellung der sogenannt „energieeffizienten“ Lampen anfallen, und wegen der potentiellen Risiken aufgrund des giftigen Quecksilbers in diesen Lampen. Die Verschmutzung des Radiofrequenzspektrums durch die sogenannt „energieeffizienten“ Lampen, welche die Radioprogramme der Leute stört, wurde in britischen Zeitungen behandelt. Herkömmliche Glühlampenverursachen keine Verschmutzung der Radiofrequenzen*. * Die Störungen betreffen Langwellen-Radiosender; der Übersetzer

Glühbirnenverbot aufgehoben
Der folgende Artikel ist eine Nachricht der Nationalen Partei von Neuseeland ,16.12.2008

Der Minister für Energie und Ressourcen, Gerry Brownlee, hat gestern das Parlament benachrichtigt, dass das Verbot der herkömmlichen Glühbirnen aufgehoben werden soll. „Diese Regierung hat ernsthafte Bedenken, den Leuten per Dekret den Wechsel zu den energieeffizienten Lampen vorzuschreiben“, sagte er. „Es ist deutlich signalisiert worden und wird keine Überraschung sein, dass die Regierung das Verbot für herkömmliche Glühlampen aufheben wird.“

„Wir setzen uns für die Energieeffizienz in den Haushalten ein, und effiziente Beleuchtung spielt eine wichtige Rolle bei der Verringerung des Energieverbrauchs, aber diese Regierung glaubt, das sollte eine Angelegenheit der freien Wahl des Konsumenten sein.“ „Die Leute brauchen gute, glaubwürdige Information über die verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten, und dann können sie entscheiden, was für sie in ihrem Heim das Richtige ist.“

„Die Aufhebung des Glühlampenverbots der früheren Regierung bedeutet einfach, dass wir den weiteren Verkauf der Glühlampen zulassen, und ich vertraue darauf, dass die Tendenz der Konsumenten hin zu energieeffizienten Lampen andauern wird“, sagte Mr Brownlee.

» Übersetzung durch Bürgerwelle Schweiz, 06.05.09

Angeblich kein Krebs durch Mobilfunk

Hier erste Stellungnahmen durch das Münchener Umweltinstitut und die Bürgerwelle

Münchener Umweltinstitut: "...Handy und Krebs: Keine Entwarnung


Freudig wurden uns letzte Woche Meldungen zum Abschluss des deutschen Mobilfunk- Forschungsprogramms präsentiert wie: "Handy-Strahlung löst keinen Krebs aus", "Entwarnung für Gesundheits-Risiken". Die Pressemitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz /BfS), welches das über sechs Jahre laufende Programm umgesetzt und koordiniert hat, liest sich bereits im Titel ganz anders: "Forschungsbedarf bei Kindern und Langzeitnutzern. Nicht alle Fragen abschliessend geklärt.

Weiterhin Forschungsbedarf gibt es nach Meinung des BfS vor allem im Hinblick auf die Fragen möglicher Lanzeitrisiken für Handynutzungszeiten von mehr als zehn Jahren. Außerdem sei weiterhin unklar, ob Kinder empfindlicher auf Handystrahlung reagieren als Erwachsene. Das BfS rate deshalb weiterhin, auf eine vorsorgliche Verringerung der Strahlenbelastung zu achten.

Verständlich, wenn man weiß, dass Hirntumore und andere Tumore im Kopfbereich nicht von heute auf morgen entstehen. Typische Latenzzeiten betragen mindestens 10 Jahre, das Maximum wird nach 20 bis 30 Jahren erwartet, wie Untersuchungen an Patienten nach therapeutischer Bestrahlung zeigen. Im Oktober 2000 wurde in 13 Ländern die weltweit umfangreichste epidemiologische Studie zu Tumoren im Kopfbereich gestartet. Mehrere Teilstudien der sog. Interphone-Gruppe deuten auf Langzeitrisiken bei Handy-Nutzungszeiten von mehr als 10 Jahren hin. Die Publikation der Gesamtergebnisse der Interphone-Studie ist überfällig, was neue Fragen aufwirft.

Klarheit zu möglichen Langzeitwirkungen der Handy-Nutzung wird noch auf sich warten lassen. Auch, weil wegen der jungen Technologie die Zeit, in der Langzeitwirkungen auftreten können, noch läft. Diese Zeit darf nicht dahingehend verrinnen, dass uns währenddessen Sand in die Augen gestreut wird. Konsequente Vorsorge und Minimierung der Strahlenbelastung tut not.

Hans Ulrich-Raithel

Stand: 25. Juni 2008 ..."

» Zur Pressemitteilung des Bundes für Strahlenschutz "Forschungsbedarf bei Kindern und Langzeitnutzern: Nicht alle Fragen abschliessend geklärt"

Bürgerwelle:

"...Kurze Stellungnahme zu den Ergebnissen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms.

In den letzten Tagen wurden unter grossem Aufwand die Ergebnisse des Deutschen Mobilfunkprogramms über die Medien der Öffentlichkeit vorgestellt. Fazit: Bei Einhaltung der Grenzwerte habe man keine Hinweise für eine schädigende Wirkung von Handy-Nutzung und Funkmasten gefunden. Diese verharmlosenden Ergebnisse stehen im krassen Widerspruch zu internationlaen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie vieler Ärzteorganisationen, die längst z.B. eine erbgutschädigende Wirkung durch die Strahlung gefunden haben.

Die Bürgerwelle e.V. stellt fest, dass das Forschungsprogramm in Höhe von 17 Millionen Euro zur Hälfte von den Mobilfunkbetreibern bezahlt wurde.

Wissenschaftler, die bereits in der Vergangenheit schädigende Einflüsse gefunjden haben, wurden vom Deutschen Mobilfunkprogramm ausgeschlossen, indem man ihre Anträge abgelehnt hat! Diese Vorgehensweise alleine spricht schon Bände. Stattdessen wurden mobilfunkfreundliche Wissenschaftler, wie Prof. Lerchl, eingebunden. Somit ist also das Resultat vorhersehbar gewesen.

Schon alleine aus oben angeführten Gründen ist das Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm als ein Mobilfunklobbyprogramm zu werten und deren Aussagen sind daher abzulehnen.

Die Bürgerwelle e.V. wird sich zusätzlich speziell mit den Forschungsergebnissen und vor allem unter welchen Umständen diese gewonnen wurden, intensiv auseinandersetzen und nach Abschluss darüber einen umfangreichen Bericht erstellen..."

» Hier geht es zum Originalbericht der Bürgerwelle